Jahreshauptversammlung des BezirksLandfrauenvereins Groß-Gerau am 19.04.2017

 

Mit „Blick zurück“ und „Blick nach vorn“ stellte sich der Bezirksvorstand bei der Jahreshauptversammlung den Delegierten aus den 21 Landfrauen-vereinen. Rückblickend auf das Jahr 2016 gab die Vorsitzende, Irene Fückel, einen umfassenden Bericht.

 

Es gab viel zu tun, meinte sie. Allem voran die drei traditionellen Veranstaltungen: Frauenfrühstück, Kreisbauernmarkt und Bezirksweihnachtsfeier. Allen Helferinnen und Kuchenbäckerinnen wurde nochmals gedankt. Das Thema und die Durchführung der Sturzprävention – von der LKK iniziert und allen anderen Krankenkassen mittlerweile unterstützt- wurde von den Landfrauen gut angenommen und ist z. Z. in einigen Vereinen noch am „Laufen“.

 

Für die Unterschriftensammlung bezüglich der Erhaltung des Groß-Gerauer Krankenhauses dankte I. Fückel unter großem Beifall der aktiven Landfrau, Brigitte Reitz.

 

Rechnerin, Gerda Bambey verlas den Kassenbericht und meinte: „Wir stehen ganz gut da.“ Sie übergab ihr Arbeitsgebiet - Finanzen – (ausgenommen die Reiseabrechnungen) bis zur nächsten Wahl aus gesundheitlichen Gründen unserem Vorstandsmitglied, Regine Hammer. Die Delegierten stimmten dem zu.

 

Mit der Bearbeitung und Erfragung für den  Stat. Arbeitsberichtes pflegen Ingrid Mengler und Jutta Gräff die Kontakte zu den Ortsvereinen. Anita Linn schreibt gewissenhaft die Protokolle und gewährt somit Einblick in die Vereinsarbeit.

 

Natürlich haben die Landfrauen im Jahr 2016 auch ihre traditionellen Reisen unternommen. Abtenau, Mallorca, Bregenz und Hameln wurde von den Teilnehmerinnen gut angenommen.

 

Ein Verein steht und fällt mit einem aktiven Vorstand, insbesondere mit seiner Geschäftsführung. Wir haben mit Christel Hamann die richtige Frau am richtigen Platz. Sie hat den Blick „bereits nach vorn gerichtet“ und ist mit der Planung für den Landfrauentag zum Hessentag voll beschäftigt. „Eine gute Zusammenarbeit seitens des Vorstandes und aller Ortsvereine sehe ich als gewährleistet und somit werden wir auch den Hessentag zum Erfolg bringen.“

 

Irene Fückel

 

 

Hygiene-Schulungen  bei den Landfrauen

Landwirtschaftliche Woche in Gernsheim am 30.01.17

 

In diesem Rahmen hatte auch der BezirksLandfrauenverein Heppenheim dieses Jahr wieder seinen Platz gefunden. Marita Billau und ihr Team hatten zu einer Vortragsveranstaltung in die Stadthalle Gernsheim eingeladen und freuten sich sehr über die rege Teilnahme. Auch die Landfrauen aus dem BezirksLandfrauenverein Groß-Gerau hatten sich als Gäste eingefunden. Als Ehrengast begrüßte Präsidentin Hildegard Schuster die Landfrauen und informierte über die Aktivitäten und Sorgen des Landesverbandes. Als Höhepunkt dieser Veranstaltung erwarteten die Landfrauen und Gäste den Vortrag von Schwester Teresa Zukic. Thema: „Vom befreienden Umgang mit Fehlern“

 

Teresa Zukic, geboren in Kroatien, erzählte aus ihrem Leben.

 

Die Kindheit war von Sport geprägt, hier wollte sie auch Karriere machen, Sport studieren und, und, und… Doch dann kam die Nacht, die ihr Leben veränderte. Vor einem Wettkampf konnte sie nicht einschlafen. Sie nahm sich das erst-beste Buch, die Bibel und begann zu lesen. „In diesem Moment spürte ich, wie Frieden in mich kam, wie pures Licht“, erzählte sie. Sie ließ sich taufen, gab den Sport auf und gründete die „Kleine  Kommunität der Geschwister Jesu“. Sie erzählte aus ihrem „bewegten Leben“ als Altenpflegerin, Buchautorin, hält Kindergottesdienst, schreibt Musicals für Kinder und vieles mehr. Sie war auch bekannt als Skateboard fahrende Schwester. Häufig wird sie eingeladen, ein Film über ihre Arbeit wurde bereits gedreht und Millionen Menschen erfuhren ihre Geschichte.

 

„Mein Leben ist mein Hobby“, sagt Teresa. „Das ist so, seit Jesus mein Leben auf den Kopf gestellt hat.“

 

Mit Standing Ovation bedankten sich die Landfrauen und Gäste bei Schwester Teresa.

 

Bezirksweihnachtsfeier im Volkshaus in Büttelborn

Der Bezirksvorstand lud am 14.12.2016 zur Bezirksweihnachtsfeier ein. Ca. 240 Landfrauen erlebten einen stimmungsvollen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Der Bezirksvorstand organisiert die Feier seit einigen Jahren im Volkshaus Büttelborn, erklärte Irene Fückel bei ihrer Begrüßungsrede und bedankte sich für die Unterstützung beim Büro für Frauen und Chancengleichheit Groß-Gerau. Ohne diese Unterstützung könne die Feier in so einem Rahmen nicht stattfinden. Leider konnte keine Mitarbeiterin des Büros aus termin- und gesundheitlichen Gründen an der Weihnachtsfeier teilnehmen. Auf der Suche nach einem Leitspruch für 2017 fand Irene Fückel das Zitat von Martin Luther „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, dann würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Den Jahrhundertalten Ausspruch sah Irene Fückel als Bekenntnis für Hoffnung und Glauben und daran, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Daher wurde jedem Kaffeegedeck symbolisch

 

ein Apfel mit dem Leitspruch  zugefügt. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Gitarrengruppe Süd unter Leitung von Traudel Koch mit weihnachtlichen Liedern, sowie die Tanzgruppe „Hessenschnicker“ unter Leitung von Rosel Wirges und Martina Weimer. Neben gemeinsam gesungenen Liedern trugen Margot Sensfelder, Jutta Gräff, Regine Hammer, Anita Linn und Christel Hamann Sketche und Gedichte vor. Heidrun Franzmann und Traudel Luley verglichen in einem Zwiegespräch die Gebräuche rund ums Essen: „Wie war es früher, wie ist es heute?“ Im Verlauf des Nachmittages wurden langjährige und engagierte Landfrauen aus verschiedenen Ortsvereinen durch die Bezirksvorsitzende geehrt. Vom OV Groß-Gerau war es Heidrun Franzmann für 24-jährige Tätigkeit als Vorsitzende und Gertrud Leussler für ihre Tätigkeit als langjähriges Vorstandsmitglied. Vom OV Nauheim wurde Anne Dammel für 38-jährige Tätigkeit als Vorsitzende als „dienstälteste Landfrau“ bezeichnet. Vom OV Wallerstädten wurde Ilse Ruckelshaußen für langjährige Tätigkeit als Vorsitzende, Astrid Nold als langjährige Kassierein und Ilse März als langjährige Schriftführerin geehrt und die 3 Musikantinnen vom OV Worfelden, Elli Langendorf, Irma Graf und Gudrun Kiesling für langjährige Mitgliedschaft. Am Ende der Veranstaltung wurden alle Vorsitzenden sowie die Leiterinnen der Gitarren- und Tanzgruppe und die Fachfrauen auf die Bühne gebeten. Mit einem „Weihnachtsstern“ wurde den Landfrauen für ihre Tätigkeit gedankt. Mit den Worten „Ein Lächeln kostet doch nichts und bewirkt so viel“ verabschiedete Irene Fückel die Gäste.

 

Vertreterinnen der Landfrauen trafen sich am 03.11.2016 in Florstadt

 

Zwei Themen standen auf dem Programm der Vertreterinnen-Versammlung des Landfrauenverbandes (LFV) Hessen: „Gewalt gegen Frauen“ und „das Leben mit muslimischer Frauen in Deutschland“

 

Aus dem Bezirk Groß-Gerau nahmen 27 Vertreterinnen teil, die gemeinsam mit Landfrauen aus dem Bezirk Heppenheim und Darmstadt mit dem Bus dorthin fuhren. Begrüßt wurden sie von der hessischen Präsidentin, die darauf hinwies, in welchen Gremien die Mitglieder des Landesverbandes vertreten sind, (ist auch in der LandFrauen Post zu entnehmen) und welche Aktionen sie unterstützt haben.

 

Großer Dank an die Vereine wurde ausgesprochen für die Durchführung neuer Kinderkochkurse, Butterbrotaktionen (Pausenbrotdosen) in Schulen und Kindergärten, Kochkurse in 2 Schulen. Dank auch an den Bezirksverein Herborn für die Durchführung „Natur auf der Spur“  und dem Einsatz für den Landfrauentag. Verschiedene Präventionen sind in Arbeit, z. B. Krebserkrankung. Sturzpräventionen sind bereits in vielen Vereinen durchgeführt. Hingewiesen wurde auf Vorleseaktionen, die auch in Landfrauenvereinen durchgeführt werden könnten. Leider fanden keine Bäuerinnen-Gespräche mit der Ministerin Hinze statt. Der Landesverband hat dies sehr bedauert und dieses auch schriftlich bekundet.

 

Mit Blick auf den bevorstehenden „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ hatte der LFV Hessen Christine Klein eingeladen. Die Leiterin der regionalen Geschäftsstelle Südhessen des „Netzwerks gegen Gewalt“ und ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins Frauenhaus Bergstraße informierte über das häufig totgeschwiegene Thema häusliche Gewalt und ihre Folgen für Frauen, Kinder und die Gesellschaft. Landfrauenpräsidentin Hildegard Schuster informierte, dass der LFV Hessen wie im vergangenen Jahr unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ die hess. Landfrauenvereine aufruft, anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen und auf dieses Problem hinzuweisen. Materialien und Pressemitteilung wird zur Verfügung gestellt. Über zwei Millionen muslimische Frauen leben in Deutschland, „mitten unter uns und doch bleiben sie uns noch fremd“, sagte Hildegard Schuster nach dem Mittagessen. Integration, nicht nebeneinander, sondern miteinander zu leben, setze voraus, offen auf „die anderen“ zuzugehen, etwas über sie und ihr Leben zu erfahren.  Dies gelte sowohl für die deutschen als auch für die muslimischen Frauen. Diesem Ziel der Vermittlung zwischen den Kulturen hat sich Nil Esra Dagistan, Projektleiterin Integration der Organisation Berufswege für Frauen und Coach insbesondere für Migrantinnen, verschrieben. Im Gespräch mit der Präsidentin erzählte sie vom Leben muslimischer Frauen in Deutschland und räumte -ganz nebenbei- mit so manchem Vorurteil auf. Danach wurde der Haushaltsplan 2016 und 2017 vorgestellt und von den Mitgliedern abgesegnet. Aufgrund des Haushaltdefizits wird über eine Beitragserhöhung nachgedacht und in 2017 dem Beirat unterbreitet.

 

Bevor die 1. stellvertretende Vorsitzende Gudrun Stumpf allen für die engagierte Teilnahme an der Versammlung dankte, nutzte Maria Beck, Redakteurin beim Hess. Fernsehen für die Sendung „Das Ding vom Dach“, die Gelegenheit, unter den Landfrauen eine Nachfolgerin für „Landfrau Ilse“ zu suchen. Ilse Ruckelshaußen, Vorsitzende bis 2016 des Landfrauenvereins Wallerstädten, erklärte, dass 12 Jahre genug seien, sie  wolle sich zur Ruhe setzen. Interessierte können sich bis zum 18. Nov. 2016 in der Landesgeschäftsstelle melden.

 

 

 

 

 

 

 

Den grauen Zellen Beine machen“

 

war das Thema des ersten regionalen Seminars, welches der BezirksLandfrauenverein im Kreis Groß-Gerau anbot. 19 Landfrauen aus verschiedenen Ortsvereinen trafen sich im Heimatmuseum in Leeheim.

 

Nach Begrüßung durch die Geschäftsführerin, Christel Hamann, übernahm Seminarleiterin, Katharina Peters die Leitung. Bei der Einführungsrunde war schon zu erkennen, dass alle die gleichen Probleme haben. „Namen behalten, Gesichter merken, in den Keller gehen und dann überlegen, was wollte ich denn überhaupt, weniger Vergesslichkeit“, war von allen zu hören.

 

Frau Peters meinte, dass das Gehirn wie Autobahnen und Landstraßen ist und sich anhand der Lösungen, die im Laufe des Lebens gefunden werden, strukturiert ist. Lernen bedeutet Verästelungen für neue Gedanken und Erinnerungen. Es war nicht nur Theorie angesagt, auch praktische Übungen wurden durchgeführt. Großes Gelächter gab es, als Frau Peters die Landfrauen aufforderte, mit beiden Händen/Armen gleichzeitig, aber verschiedene Bewegungen auszuführen. Dabei klappte die Koordination oft erst nach mehreren „Anläufen“. Nach einem kurzweiligen Vormittag ging es dann zu einem „Italiener“, wo man gemeinsam ein Mittagessen einnahm. Danach war ein Spaziergang angesagt, der jedoch öfters mit verschiedenen Koordinations- oder Gleichgewichtsübungen unterbrochen wurde. Auch hier gab es viel Gelächter, da einiges nicht so funktionierte, wie man es sich erhoffte.  Dann ging es zurück in die Räumlichkeiten des Heimatmuseums. Man stärkte sich nochmals bei Kaffee und Gebäck, bevor man sich wieder mit dem „Gedächtnistraining“ befasste.

 

Höhepunkt für viele Landfrauen war dann das „Einkaufen“. Wie merke ich mir einen Einkaufszettel. Auf einer Tafel war ein menschlicher Körper gezeichnet, wobei die verschiedenen Körperteile nummeriert waren, angefangen mit dem Fuß als Nr. 1, Knie Nr. 2, Oberschenkel Nr. 3, Bauch/Po Nr. 4, Hüfte Nr. 5, Brust Nr. 6, Schulter Nr. 7, Hals Nr. 8, Gesicht Nr. 9 und Kopf/Haare Nr. 10. Es wurden Gruppen mit jeweils 3 Personen gebildet, die eine Einkaufsliste mit 10 verschiedenen Dingen erstellen sollten. Diese Listen wurden dann ausgetauscht. Die Gruppen mussten dann die aufgeschriebenen Einkäufe entsprechend nummerieren. Das Ergebnis wurde mit viel Gelächter bedacht, gab es doch kuriose Zuordnungen. Z. B.  Quark wurde der Nr. 2 zugeordnet (Quarkwickel), Schokolade der Nr. 5 (Hüftspeck)  oder Zucker der Nr. 10 (Haare stylen). Die Landfrau, die den Einkaufszettel „vortragen“ sollte, konnte dann anhand der Körpernummerierung alles aufzählen. Das war schon spannend, denn es wurden alle Dinge richtig aufgezählt.

 

Anschließend bekamen die Gruppen verschiedene Texte ausgehändigt, wobei die Vokale vertauscht waren. Ein Gedicht von Joachim Ringelnatz erforderte viel Konzentration.

„Oen Nigul seß an ionam Stöck Halz“.      Richtig heißt es:

„Ein Nagel saß in einem Stück Holz“. Außerdem gab es Wortfindungsaufgaben. Thema „gesunde Sachen“, wobei die Buchstaben verdreht waren, z. B. Karqu = Quark. Da rauchte so mancher Kopf. Am Ende wurden noch Entspannungsübungen ausgeführt,  wodurch sich dann Körper und Geist erholte. Lt. Umfragen und Bewertungsbogen waren sich alle einig, es war ein kurzweiliges Seminar, man konnte sich einiges an Gedächtnisstützen mitnehmen und im Alltag sowie auch im Ortsverein anwenden. Wichtig ist auch Bewegung an der frischen Luft. Es war eine tolle Gruppe. Es wäre schön, wenn ein Folgeseminar angeboten würde, meinte so manche Seminarteilnehmerin. Die Geschäftsführerin bedankte sich mit einem Glas, vom Landfrauenverein Leeheim selbstgemachter Latwerje.