Das Frauenfrühstück der Landfrauen stand in diesem Jahr unter dem Motto:

„Es war einmal“

 

 

 

Die Landfrauen luden ein zum Frauenfrühstück und alle – alle kamen. So konnte die Bezirksvorsitzende, Irene Fückel ca. 220 Frauen zu dieser Veranstaltung im Volkshaus Büttelborn willkommen heißen. Angelehnt an den internationalen Frauentag, der allgemein bereits am 08. März gefeiert wurde, war auch die Begrüßungsansprache der Vorsitzenden. Mehr als hundert Jahre kämpften Frauen für ihre Rechte. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit war und ist auch heute noch in ständiger Diskussion, meinte Fückel. Obwohl man den Frauen 1918 wenigstens das aktive und passive Wahlrecht zugestanden hatte, machten die Frauen mit Protestliedern auf sich und die unhaltbaren Zustände aufmerksam.

 

Die Gitarrengruppe „Nord“ unter Leitung von Wilma Lindemann erinnerte mit ihrem Lied „Brot und Rosen“ an die Demos der 20.000 Textilarbeiterinnen, die in den USA, in Europa und Russland ausgetragen wurden. Der Name Clare Zetkin - Kämpferin für Frauenrechte - geriet dabei nicht in Vergessenheit. Mit schönen Frühlingsliedern erfreute dann die Gitarrengruppe die Landfrauen-Schar. Ein besonderer Höhepunkt war dabei „Hier dud mers weh, da dud mers weh“. Nun lud der schön- und reichlich gedeckte Tisch zum Frühstück ein. Die Referentin des Vormittags war Andrea Ortolano, Schauspielerin und Märchenerzählerin aus Kassel, mit dem Thema: „Es war einmal“.

 

Die Gebrüder Grimm, Wilhelm und Jakob, kamen mit ihrem Leben, ihren Weisheiten, ihren Geschichten, Märchen und Erzählungen zu Gehör.

 

In bester Stimmung verabschiedeten sich die Landfrauen mit dem Wissen;

Beim Hessentag sehen wir uns wieder!

 

Landfrauen laden ein zum Frühstück 2016

 

Anlass war auch diesmal der Internationale Frauentag, der von den Landfrauen traditionsgemäß auf  diese Weise gefeiert wird. Mehr als 300 Frauen, davon ca. 285 Landfrauen aus 21 Landfrauenvereinen, füllten den Saal im Büttelborner Volkshaus.

Die Vorsitzende, Irene Fückel, begrüßte Landfrauen und Gäste und gab einen kurzen

Abriss über die Frauenbewegung und seine Geschichte. Auch der Liedtext -Brot und Rosen-

als Slogan der Frauenbewegung um 1911, wurde dabei verlesen und wohlwollend aufgenommen. Sie sei dankbar, meinte Irene Fückel, in Deutschland eine Heimat zu haben, um die Anerkennung als Frau erleben zu dürfen. Es wurde viel getan, doch es bleibt auch noch vieles zu tun, war ihre Meinung, dem die Landfrauen zustimmten.

 

Die Gitarrengruppe Süd der Landfrauen, unter Leitung von Traudel Koch, untermalte die Veranstaltung mit einer Hymne von schönen Frühlingsliedern.

 

Unterhaltsame Gäste waren an diesem Vormittag Andrea C. Ortolano und Gerd Hallaschka. Dem Altersklientel der Besucherinnen entsprechend, wurden Erinnerungen wach, als Ortolano als freche Göre „Karline Schlumperbein“ mit Gerd Hallaschkea, der die Hottentottenmusik dazu lieferte, die wilden 50er Jahre wieder auferstehen ließen. Karline sollte eigentlich schnell etwas einkaufen, bevor der Laden schließt. Aber dann vergisst sie die Zeit beim „Schnuddeln“ und erzählt von der schrecklichen Untermieterin, dem flotten Nachbarn mit dem Opel Kapitän und von  Mutti, die heimlich für einen Fernseher spart, damit sie nicht immer zu den Nachbarn gehen muss. Vati bestimmt aber wo`s lang geht, schließlich arbeitet er Tag und Nach als Dachdecker. Dann verrät sie ihr größtes Geheimnis. Mit ihrem Verehrer Heinz sah sie den Film „Förster im Silberwald“ im Kino, kniff aber die Lippen beim Kuss zusammen, damit sie kein Kind bekommt. Sie erinnert an die beliebte Sendung von Robert Lemke „Was bin ich“. Zum Schluss demonstrierte sie mit einigen Landfrauen, wie die erste Tanzstunde abgehalten wurde, und erntete dafür viel Beifall.

 

Ein Päckchen Blumensamen, das jede Besucherin als Frühlingsgruß erhielt, sollte das Erwachen neuen Lebens symbolisieren und wurde gern mit nach Hause genommen.

 

 

 

 

 

Karline Schlumperbein, alias Andrea Ortolano, demonstrierte mit einigen Landfrauen, wie damals eine Tanzstunde abgehalten wurde.